Verhaltenstherapie für Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr
Bei Kindern entsteht Veränderung vor allem durch die Menschen,
die täglich mit dem Kind zusammen sind — die Eltern.
Deshalb richtet sich ein Großteil der Arbeit direkt an die Eltern:
Sie werden in pädagogischen und verhaltenstherapeutischen Kompetenzen begleitet
und lernen, ihr Kind gezielt zu unterstützen.
Der Zeitaufwand für Eltern beträgt in der Regel 1 bis 2 Stunden pro Woche.
Bei ADHS im Kindesalter ist das Elterntraining ein zentraler Baustein der Behandlung. Eltern lernen, wie sie Strukturen schaffen, Regeln konsequent und liebevoll umsetzen und ihr Kind in der Selbstregulation stärken. Wir bieten Einzelsitzungen mit Eltern sowie Elterngruppen an.
Trennungsängste, Schulängste oder spezifische Phobien (z.B. Angst vor Hunden oder im Dunkeln) sind bei Kindern häufig. Eltern lernen, wie sie Vermeidungsverhalten erkennen und ihr Kind behutsam in Richtung Bewältigung begleiten — ohne zu drängen, aber auch ohne zu schonen.
Aggressives Verhalten, Wutausbrüche, Schlafprobleme oder anhaltende Verweigerungshaltungen können Eltern stark belasten. In der Beratung erarbeiten wir gemeinsam, welche Reaktionsmuster die Situation aufrechterhalten — und wie ein neues, wirksames Miteinander aussehen kann.
Bei Auffälligkeiten in der sprachlichen, motorischen oder sozialen Entwicklung begleiten wir Eltern dabei, die Förderung im Alltag zu verankern und mit anderen Fachstellen (Kinderarzt, Frühförderstelle, Schule) zu kooperieren.
Ergänzend zu Einzelsitzungen bieten wir Elterngruppen an — z.B. zum Umgang mit ADHS oder zu allgemeinen Erziehungsfragen. In der Gruppe profitieren Eltern vom Austausch mit anderen und erleben, dass sie mit ihren Herausforderungen nicht allein sind.